UV und Infrarot LEDs

UV-LEDs:

UV-LEDs (Ultraviolett-Leuchtdioden) senden Strahlung im Bereich von ca. 100–405 nm aus. Dieses kurzwellige Licht ist energiereicher als sichtbares Licht. Technisch relevant sind vor allem UVA (315–405 nm) und UVC (100–280 nm). Gegenüber klassischen UV-Lampen bieten UV-LEDs Vorteile wie geringen Energieverbrauch, lange Lebensdauer, kompakte Bauweise, sofortige Schaltbarkeit und den Verzicht auf Quecksilber.

Häufige Anwendungbereiche:

  • Desinfektion
    UVC-LEDs inaktivieren Bakterien, Viren und Pilze durch Schädigung ihrer DNA/RNA. Anwendungen sind die Entkeimung von Oberflächen, Luft und Wasser, z. B. in Medizin, Laboren oder Aufbereitungssystemen.
  • Industrielle Aushärtung (UV-Curing)
    UVA-LEDs härten lichtreaktive Materialien wie Klebstoffe, Lacke, Druckfarben und Harze durch photochemische Polymerisation aus. Dies ermöglicht schnelle Prozesse bei geringer Wärmebelastung.
  • Analytik und Forensik
    UV-Licht regt Fluoreszenz an und macht Spuren oder Materialmerkmale sichtbar. Genutzt wird dies in der Spurensicherung, Materialprüfung sowie bei der Echtheitskontrolle von Dokumenten und Banknoten.
  • Medizin und Biotechnologie
    Einsatz bei Sterilisation, in fluoreszenzbasierten Diagnoseverfahren und bei molekularbiologischen Analysen.

 

 

IR-LEDs:

IR-LEDs senden infrarotes Licht aus, das für das menschliche Auge unsichtbar ist. Ihr großer Vorteil liegt in der unauffälligen Datenübertragung und Nachtsichtfähigkeit.

Häufige Anwendungsbereiche:

  • Fernbedienungen zur drahtlosen Steuerung.
  • Überwachungs- und Sicherheitstechnik wie z.B. In Nachtsichtkameras und Bewegungsmeldern.
  • Der optischen Datenübertragung in bestimmten Netzwerken (z. B. IrDA) ermöglichen sie die drahtlose Übertragung von Daten über kurze Distanzen.
  • Medizinischen Sensoren